Thursday, 31 October 2013

Space Shuttle

Im Vorbeigehen schnell noch mitgenommen...

Am Flughafen gibt es eine Aussenstelle vom Smithsonean Air und Space Museum. Cool! Wenn ich das verpasst hätte! Ich dachte, dass das so eine alte staubige Industriehalle wäre. Von wegen!  

Tschüss, Washington!

Letzter Tag, Abreise. Mein Flieger geht erst um 19:00 Uhr. Daher habe ich noch Zeit. Vormittags bin ich noch in der Stadt spazieren gegangen. Aber das war nicht so aufregend. Also bin ich nochmal in ein Kunst-Museum. Zum abgewöhnen, quasi. Das war die Sackler Gallery.

Zu sehen gibt es das was der Herr Sackler alles zusammengetragen hat: Persische Geschirr, chinesische Statuen und Drucke aus und über Indien. Ein goldener Pokal war sehr sehr schön.

Es wurde auch sehr genau erklärt,  wie im Westen die falschen Vorstellungen über Indien entstanden sind. Da wurde  z.T. versucht,  Dinge wie Einsiedelei und Askese mit christlichen Denkweisen zu erklären (Sühne, Buße). Teilweise wurden aus wandernden Predigern Landstreicher,  Bettler und Trickdiebe. Und Fakire wurden zu  Straßenkünstlern.

Die Denkmäler

Zu guter letzt ging es nun doch noch zu den Denkmälern. Die meisten kennt man aus dem Fernsehen. WW2, Lincoln, Vietnam, Korea. All die Toten machen einen irgendwie ganz nachdenklich. Auch wenn man kein Amerikaner ist.

Jedenfalls wurde es langsam spät. Es geht da natürlich keinerlei öffentliches Verkehrsmittel hin, ist ja Amerika. Aber ich bin gut zu Fuß. Der Nebeneffekt war, dass es langsam dunkel wurde. Da kann man dann schön mit dem Fotoapparat spielen.

Als ich zuletzt beim Korea-Denkmal angekommen bin, war es stockfinster. Aber das war irgendwie extra-beeindruckend. Da laufen ca. 20 Bronze-Soldaten durchs Unterholz, offenbar müde, desorientiert und mit allem rechnend. Sehr ungewöhnlich, ein Denkmal ganz ohne Sockel. Und im Dunkeln extra-spukig.

Unter dem Linciln-Memorial liegt der lange Pool of Reflection (Becken der Besinnung). Also naja. Rechts und links gehen vierspurige Ausfallstraßen vorbei. Oben drüber fliegen die Flieger zum Ronald-Reagan-Flughafen. Und mindestend dreimal sind militärische Transporthbschrauber in ca. 50m Höhe südlich vorbeigeflogen. Nicht so einfach, mit der Besinnung.

Library of Congress

Halt nein, da war ja nochwas am Capitol Hill. Die Library of Congress. Die größte Bibliothek weltweit mit ca. 100 Mio Büchern. Das alte Gebäude ist natürlich längst zu klein, daher gibt es einen Neubau.

Aber die alten Schinken liegen wohl da. Eine Gutenberg-Bibel ist ausgestellt. Berühmt ist der große Lesesaal. Da darf aber niemand rein. Also kein gewöhnlicher Sterblicher, jedenfalls. Man kann in den wunderschönen Lesesaal nur aus dem zweiten Stock durch eine Panzerglas-Scheibe sehen. Unten sitzen dann die Auserwählten, offenbar alles Wissenschaftler.

Für die anderen gibt es mehrere Ausstellungen, z.B. über den Bürgerkrieg. Es gab damals über 600000 tote Amerikaner. Mehr als im zweiten Weltkrieg.

National Portrait Gallery und American Art Museum

Zeit für ein bisserl Kunst. Erstmal bin ich in die National Portrait Gallery gegangen. Glücklicherweise gab es da gerade eine Führung. Es wurde einiges über die verschiedenen Präsidenten erzählt, die da hängen. Speziell hängt da der Schorsch Washington. Das Bild hängt da einfach so rum. Es war ursprünglich eine Leihgabe, wurde dann aber vom Besitzer verkauft. Einige aufrechte Amerikaner haben dann das Geld bereit gestellt, um es zurückzukaufen. Kaufpreis 30 Mio US-Dollar. Wow.

Naja, ansonsten Hängen da halt so Bilder rum, von Andy Warhol zum Beispiel. Kennt man ja. Indaner, nett. Alle Präsidenten, OK.

Interessant war noch, dass das sehr schöne Gebäude das ehemalige Patentamt ist. Aus der Zeit haben die da noch Modelle alter Patente, darunter der Edison-Phonograph, der Morse-Fernschreiber und die Singer-Nähmaschine.

Dazwischen gabe es auch andere Kunst, z.B. bunte Glasfenster und Fotografie. Das Motel mit dem Indianerzelt erinnert mich an etwas... Die Frau war gruselig.

Als ich fertig war, sollte es noch weiter gehen zum American Art Museum. Erst da habe ich festgestellt, dass das alles im gleichen Haus war. Puh, da hatte ich ja doch noch Zeit für die Denkmäler.

Tag 6: Ye olde post office

Heute früh waren die Straßen nass. Es hat über Nacht geregnet. Eigentlich wollte ich ja gleich als Erstes die ¨Denkmal-Tour¨ machen, aber bei dem trüben Wetter bin ich doch nochmal ins Museum. Es sollte die Naitonal Portrait Gallery werden und danach noch ein Abstecher ins American Art Museum.

Leider habe ich es nicht gleich gefunden. Bei der Suche bin ich über das alte Postamt gestolpert. Ich hatte davon gelesen, dass  man den oben angebrachten Turm besteign kann. Natürlich gibt es einen Aufzug, ist ja Amerika. Der Blick von oben war nett, aber jetzt auch nicht umwerfend. Aber das Gebäuse ist recht schön. Es sollte mal abgerissen werden. Nur weil kein Geld dafür da war, hat es eine Zeit lang rumgegammelt. Irgendwann gab es dann Proteste gegen den Abriss und so hat es überlebt.

Ganz nett war noch der Mann unten am Aufzug, der mich in ein Schwätzchen verwickelt hat. Er hat mir erzählt, dass der Herbst dieses Jahr mindestens zwei Wochen verspätung hat. Gut für mich...

Wieder unten angekommen bin ich noch über das FBI Washington Field Office gestolpert. Und gerade dann wurde die Straße gesperrt. Alle Zu- und Abfahrten waren durch Polizeiautos blockiert. Und dann kamen circa 10 Polizei-Motorräder und vier Schwarze Limousinen, gefolgt von weiteren Polizeiautos und einem Krankenwagen. Wer da wohl drin saß? Hinweis: Die Straße ist die schnellste Verbindung zwischen White House und Congress.

Wednesday, 30 October 2013

Library of Congress

Gschwind a kleins Grüßle, live und in Farbe direkt aus der Library of Congress. Sehr opulent...